Beiträge von Icing

    Du hast damit aber völlig Recht, es herrscht eine Hybris, und zwar auch (und vllt sogar vor allem) bei Sinizin und Gefolge. Das zeigt sich doch schon allein daran, mit welcher Großmütigkeit das Hallenprojekt geführt wird und dass man eben meint, man könne dessen Vermarktung oder ein Ticketingsystem einfach auch selbst machen, so schwer isses doch wohl nicht.

    Aber auch die Kaderplanung ist ein Beispiel.


    Ja, es ist einiges getan worden, und das war/ist für Kasseler Verhältnisse ein "Sprung". Aber eben für Kasseler Verhältnisse. Man darf nicht vergessen: So ziemlich alle anderen größeren Standorte haben die Entwicklung über die letzten 25 Jahren längst gemacht.

    Ich habe oft den Eindruck, dass in Kassel selbstverständliche Dinge als wahnsinnig toll gefeiert werden und es insgesamt wirklich wenig kritische Stimmen in der Anhängerschaft gibt. Aktionen wie das "Independence Paket" scheinen ja auch in die Richtung zu gehen, dass man da diese Bräsigkeit noch mehr abschöpfen will.

    Beim nächsten Mal muss jeder eine Nummer ziehen. Damit nicht alle auf einmal kommen :D

    Hui, mega :D wenn man zum x-ten Mal zeigt, das man im Jahr 2024 nicht in der Lage ist, vielleicht 4.000 Anfragen servertechnisch abzuarbeiten...

    Das ist ja der Punkt. Natürlich ist die Nachfrage in den Playoffs erhöht, aber letztlich ist und bleibt die Masse doch verhältnismäßig klein. Im Verkauf sind nicht mal 5000 Plätze, und vielleicht könnte man bei einigen Spielen auch 8000 verkaufen, aber es ist ja nicht so, dass die Nachfrage ein Vielfaches die Kapazität übersteigt. Darüber kann doch jeder Fussballclub und jeder größere Konzertveranstalter nur müde lächeln.

    Da nehm ich dich gern beim Wort. Mindestens zum Thema Independence Paket würde ich gerne was schreiben. Nicht, um zu pöbeln, sondern, weil da nicht unerheblich Geld eingesammelt werden soll, ohne zentrale Fragen, wie die langfristige Verwendung, geklärt zu haben.

    Sehr gerne! Hatte auch schon vor, was dazu zu schreiben, mir fehlte bislang einfach nur die Zeit.

    Auch ich sehe diese Geschichte nicht kritiklos. In der bisherigen Diskussion wird sich zwar m.M.n. zu sehr an Kleinigkeiten aufgehangen (wie bspw. die Bezeichnung „Verein“ oder welche Infos im Video vermittelt werden), einige tatsächlich wichtige Aspekte sind aber wirklich mal zu hinterfragen. Bspw. welche Garantien die „Investoren“ bzgl. Verwendung des Geldes bekommen, was es mit dem ominösen Aufsichtsrat auf sich hat und inwieweit der Verkauf der Puzzleteile wirklich zu einer Unabhängigkeit beiträgt.

    Das ist jedoch keine Kleinigkeit, sondern im Grunde das zentrale Problem: In einem tatsächlichen Verein (zumindest dem hier angedeuteten Sportverein) wäre es deutlich schwieriger, das Geld später zu "veruntreuen", da so ein Verein einem Zweck und einer gewissen Kontrolle u.a. durch die Mitglieder(-versammlungen) unterliegt, und auch (fast) jeder Mitglied werden kann. Das ist bei nem 100%igen Privatunternehmen überhaupt nicht der Fall und genau deshalb ist dieses Vorspielen der falschen Tatsache so fishy. Es wird so getan, als sei das Geld für die Allgemeinheit, was es aber nicht ist. Das ist Irreführung.

    Mir wird aus der Website nicht mal klar, ob man da nun eigentlich Geld an- bzw. hinterlegt, wie es bei einer Bürgschaft wäre, oder eher ein imaginäres Puzzleteil für über 2000,- kauft und das ist es dann. Irgendwo steht zwar "Anteil", aber damit könnte, analog zu "Verein", auch nur diese Mitgliedschaft im "Club" der Unterstützer gemeint sein.

    Das ist schon ziemlich ungenau kommuniziert :/

    Also, wie eigentlich zu vermuten, wenn wichtige Teile fehlen, fehlen die nicht ohne Grund :D

    Das Geld ist weg, der "Anteil" bezieht sich auf das Puzzle. Garantien, dass es langfristig wirklich dafür verwendet wird, oder die Jugend die Zinsen immer bekommt, gibt es nicht wirklich, eher so "Vertrau mir, Bruder".

    Weiß ich schon mal, was ich nicht kaufe..

    Gute und wichtige Punkte aus meiner Sicht.

    Wenn in den Kommentarspalten gewisse 'Coaches' zu den größten Fürsprechern gehören, wird einem schon ein bisschen mulmig. Ich gewinne den Eindruck, dass man unheimlich gern mit ganz großen Werten wuchert (Nachhaltigkeit, Unabhängigkeit, Regionalität..), aber man sollte wirklich aufpassen, diese nicht zu verwässern.

    Mit den bisherigen Informationen scheint es eher ein überteuerter Fanartikel zu sein.

    Hast Du ja schon unsinnigerweise miteinander verknüpft.

    Was wurde deiner Meinung nach unsinnigerweise verknüpft, der Werbesong mit den dort beworbenen Unternehmen? Ich halte es für sehr valide, die Werte, die man nach Außen vertritt und sogar großherzig besingt, dann auch mal genauer anzuschauen.

    Du scheinst gegen die Eventisierung des Eishockeys zu sein, wenn du Sinizin für einen Totengräber hältst. Kann man jetzt sehen wie man mag, aber Fakt ist doch, dass so ein Werbesong mit "Willkommen in der Nordhessenarena" dann definitiv einen weiteren Schritt in diese Richtung darstellt. Daher ist dein Anliegen irgendwie unschlüssig, das wäre aber nicht differenziert, sondern einfach widersprüchlich :/

    Auf welche Hymne beziehst du dich oben, Huskies geben niemals auf? Find ich in der Originalversion auch irgendwie.. naja, "gut" kann ich wirklich nicht sagen, aber vielleicht trifft es kultig tatsächlich ein bisschen. In den Spradepausen aktuell ist es aber echt schwer auszuhalten 😅

    Zum generischen Hymnenbaukasten kann ich dir zustimmen. Dagegen wirkt selbst "Huskies geben niemals auf" fast schon intellektuell und tiefgründig.

    Die Frage ist bei deinen Vorschlägen nur, ob man die Dinge (z.B. Insolvenz) so explizit aussprechen oder überdramatisieren (wie verhasst in ganz Deutschland 😅) sollte, oder ob das dann nicht genauso gewollt und aufgesetzt wirkt, wie unbedingt den Markennamen der Arena einzubauen. Eigentlich sind gute Songs textlich ja eher metaphorisch, aber dabei möglichst originell. Phoenix aus der Asche gabs schon..

    Nachdem das Video ja nun da ist, ein paar Gedanken meinerseits dazu..

    Die Filmaufnahmen sind technisch durchaus aufwändig und hochwertig gemacht, mit Alpenlandschaft, Drohnenflügen, echten Tieren usw. Das macht optisch schon was her und dürfte auf jeden Fall nicht günstig gewesen sein.

    Die Musik ist absolut nicht mein Ding, auch den Text empfinde ich als ziemlich platt, nichtssagend und austauschbar. Ich finde auch nicht, dass es ein Ohrwurm ist. Und muss der erste Satz wirklich "Willkommen in der NordhessenarenaTM" sein? Das wirkt schon etwas sehr erzwungen, unbedingt den Markennamen unterzubringen.

    Aber soweit ist es sicher noch irgendwo persönlicher Geschmack, auch Rosenstolz hat Fans.

    Wie aber von mehreren Seiten schon angemerkt wurde, und das würde ich nicht als Geschmack verbuchen, sondern als Tatsache: es fehlt eigentlich ganz deutlich in mehreren Punkten die inhaltliche Verknüpfung. Die drängendste Frage natürlich: Warum schwarz-gold und nicht blau-weiß, wenn man doch genau davon singt? Aber auch: Warum "irgendeine" und nicht die nordhessische Landschaft, wenn man doch so stolz auf genau die Region ist? Auch das Thema Nachhaltigkeit, was man sich ja so auf die Fahnen schreibt, bekommt bei Flugreisen in die Berge natürlich eine gewisse Unglaubwürdigkeit.

    So wirkt das Gesamtwerk dann doch umso mehr wie ein ziemliches Phrasendreschen, da sich die Ideale, die man besingt und (offiziell) vertritt, nicht wieder finden. Schade eigentlich.