Mal ein Feedback zu dem Müller - Detsch thema.
Detsch wurde ja ganz gut argumentiert, dass es da Gründe gibt. Bei Müller, dagegen gab es keine Argumente, das fand ich schade. Denn meines Erachtens gab es gegen Müller wesentlich mehr Kritik, oder es fühlt sich für mich so an weil ich Müller kritisch sehe/ gesehen habe. Müller stand leider bei mehr Gegentoren auf dem Eis, zeigt dann auch der Vergleich der +/- von Müller und Detsch. Grade die Spiele rund um das Rosenheim Spiel, war es echt gravierend, zu dem Zeitpunkt hatte Müller auch einen negativen +/- wert. Und Rollen Spieler schon und gut, aber welche Rolle hat denn ein Marco Müller in den Spielen gehabt? Er war als stay at home Verteidiger einfach sehr oft zu spät oder stand nicht nah genug am Gegenspieler.
Weshalb er ja dann auch zu seiner spieldauer gekommen ist.
Das man Detsch so verteidigen kann wie es getan wurde, ja. Bei Müller hätte ich mir da aber etwas mehr gewünscht.
Hi, zunächst vielen Dank für das Feedback!
Zunächst: Nach meinem subjektiven Eindruck stand Hans Detsch schon stärker als Müller in der Kritik, weil ich bei Müller eine Art Legenden-Bonus wahrgenommen habe. Aber wie gesagt, das ist ausdrücklich subjektiv und genauso wie bei dir nur ein Gefühl.
Generell hast du natürlich recht. Die Statistik, die für Detsch spricht, spricht zumindest bezogen auf die komplette Saison nicht für Marco Müller. Allerdings agiert Müller seit dem 23.12. gegen Weiden in der Kategorie auch stabiler, denn in den acht Spielen war er nur bei zwei Gegentoren bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis (je 1x gegen Regensburg und Crimmitschau). Streng genommen müssten wir bei der Bewertung des Defensivverhaltens natürlich auch die Unterzahlsituationen mitberücksichtigen und vor allem darauf schauen, wie im Slot von den genannten Spielern verteidigt wurde. Das habe ich hier aber bewusst ausgeklammert, weil du als Spieler in Unterzahl ja viel stärker von Faktoren abhängig bist, die du selbst nicht beeinflussen kannst (Stärke des gegnerischen Powerplays, Verhalten der Mitspieler).
Eigentlich wollte ich beim Podcast viel mehr darauf hinaus, dass ich in der Beurteilung einzelner Spieler bei einigen Fans eine Schieflage bzw. ein Schwarz-Weiß- und Schubladendenken sehe. Garlent und Benson werden zurecht für ihre Offensivkünste gefeiert, aber zur Gesamtbetrachtung gehört nunmal auch das Defensivverhalten. Und statistisch gesehen stehen die Beiden am häufigsten bei Gegentoren auf dem Eis.
Hans Detsch ist dazu das Gegenbeispiel. Was statistisch für ihn spricht, habe ich im Podcast und hier angebracht, aber dann arbeiten einige sich genüsslich an Szenen wie z. B. dem Brune-Gegentreffer in Crimmitschau ab, bei dem er zweifelsohne nicht gut aussah.
Subjektiv betrachtet bin ich dazu der Meinung, dass Simon Schütz viel sicherer agiert, seitdem er mit Hans Detsch zusammen verteidigt. Das gleiche war ja auch letzte Saison mit Duquette der Fall, der mit Detsch als Partner stärker spielte.
Allgemein betrachtet erkenne ich aber in dieser Art von Kritik ein Muster, das sich seit Jahren wiederholt. Als zum Beispiel in der Saison 2018/19 kaum etwas zusammenlief, war es Michi Christ, der im Zentrum der Kritik stand, obwohl er als Rollenspieler nur eine kleinere Mitschuld an der Situation hatte.
Davon abgesehen betrifft das Gleiche auch die Trainerdiskussion. Ich glaube, das hast du vor einigen Monaten selbst im esbgforum mal geschrieben: Egal wer hier in Kassel Trainer ist, früher oder später wird ihm von der Online-Gemeinde die Kompetenz abgesprochen. Das jetzt noch auszuführen würde aber den Rahmen sprengen.