Beiträge von Fatality

    da man vor der Saison ohne Playoffs kalkuliert.

    ich glaube, gerade diese Floskel kann man nun getrost zu den Akten legen, denn wenn die finanziellen Nöte wirklich vorhanden sind, war diese Floskel zumindest in diesem Jahr nicht die Wahrheit.

    Ohne die „Mitte“ der Halle wäre die Halle meiner Meinung nach stimmungsstechnich tot.

    Die "Mitte der Halle" (de facto sind es nur ein paar wenige Plätze in der Mitte des Heubodens, nur damit denen nicht noch mehr symbolischer Platz gegeben wird als nötig!) ist stark mitverantwortlich am stimmungstechnischen Tod! Indem sie sich zum "Stimmungsmittelpunkt" und zum 99% alleinigen Stimmungsmacher gemacht haben und immer wieder zeigen, dass sie nicht bereit sind, Gesänge von anderen Regionen der Halle aufzunehmen und stattdessen lieber ein "eigenes Lied" anstimmen, tragen sie nicht wirklich zur Motivtation bei, ihre teils gewöhnungsbedürftigen Gesänge aufzunehmen.

    Sicher, wenn Volker was von seinem Platz anstimmt oder sich gar die Mühe macht, zum Heuboden zu kommen, da wird immer sofort und brav mitgemacht, aber sonst?

    Aber auch diese Diskussion ist schon sehr alt und wurde schon viel zu oft geführt, ohne dass sich wirklich etwas geändert hätte, von daher vergebene Liebesmühe.

    Sind wir einfach froh darüber, dass es hier keinen Trainer-Wettbewerb gibt. :D

    Wieso? Hast du Angst davor zuzugeben, dass die einzig wahre Antwort Bobby Carpenter ist?:P:evil:

    Im Ernst: Da Milan Mokros in der Abteilung "Offizielle" gewonnen hat, nehme ich einfach mal als Basis seines Sieges seine Funktion als Headcoach in der Hessenliga-Saison 10/11 :saint:

    Das ist das Dilemma dieser Abstimmung: Jeder hat für sich andere Maßstäbe gesetzt. Nehme ich das rein sportliche Talent als maßgebendes Kriterium, ist Mika sicherlich sehr sehr weit vorne. Doch das alleine machte für mich keinen "Husky des Jahrzehnts" aus, denn dann hätte als Verteidiger Wiz das Maß der Dinge gewesen sein müssen.
    Kommen wir zur Formulierung "prägend", wird es richtig schwammig, denn es gibt keinen wirklichen Maßstab. Was für mich zum Beispiel aber Mika in Sachen "prägend" hinten runterfallen lässt ist, dass er nur 25+4 Spiele im Huskiesdress hatte. Sicher, er hat uns in diesen 29 Spielen oft den Allerwertesten gerettet, aber wirklich "prägend" war das nicht. Da hat uns ein Keller mit seinen drei Spielzeiten und 111 Spielen in diesem Jahrzehnt deutlich mehr "geprägt".

    Das Duell Järvinen gegen Kuhn am Ende war für mich sehr schwer abzustimmen. Die ersten beiden Abstimmungen habe ich mich deswegen auch enthalten, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte. Beide ungemein sympathisch, beides sehr gute Goalies. Järvinen ein Goalie, der in seinem Jahr das Maß der Dinge in der Liga war, einfach weil der Transfer an sich ein Geniestreich war und wo ich mich immer noch frage, wie das Angebot der Huskies bei einem solchen Goalie damals das beste sein konnte. Denn seien wir ehrlich: Im Normalfall ist Mika ein Goalie, der zu diesem Zeitpunkt in keiner zweiten Liga Europas hätte spielen müssen.
    Jerry dagegen lebt Kassel, was viel damit zu tun haben dürfte, dass er sein Seelenheil in Wolfsburg nicht gefunden hatte und sehr sehr glücklich war, wechseln zu können. Keine Ahnung, was zwischen WOB und KS jetzt den Unterschied macht, aber er ist hier offensichtlich sehr glücklich, was sich sehr in seiner Identifikation mit dem Verein und vor allem den Fans wiederspiegelt. Dazu seine kleinen Psychospielchen mit den Gegnern auf dem Eis und eine für die Liga spielerisch erstklassige Qualität und schon hat man einen Fanliebling.

    ...hätten wir die Saison zu Ende gespielt, wäre meine Wahl möglicherweise (wahrscheinlich) anders ausgefallen.

    Es ist schon ein bisschen hart, wenn man das einstimmige Ergebnis betrachtet und man muss betonen, dass Michis Leistung dadurch in keinster Art und Weise geschmälert wird. Aber Manu ist einfach DER Spieler der Huskies des aktuellen Jahrtausend...und damit auch des vergangenen Jahrzent.

    Der Eishockey-Romantiker in mir möchte auch am liebsten möglichst viele deutsche Spieler bzw. gar Spieler aus der eigenen Jugend im Team sehen und das natürlich möglichst erfolgreich. Aber seien wir ehrlich: Wenn man nicht gerade das nötige Kleingeld für eine exzellente Jugendarbeit hat und bereitstellt und dazu noch auf dem deutschen Markt gut einkauft, kann man sich das in der DEL2 nicht wirklich leisten.

    Dass die eigene Jugend derzeit niemanden im Köcher hat, der wirklich auf dem Niveau eines DEL2-Tabellenführers und in dieser Teamstruktur mithalten kann, ist nun einmal so. Da bleiben halt nur die "Bestands"-Huskies mit Stallgeruch namens Dinger, Heinrich und Christ und wenn man die derzeitige Form und das derzeitige Team so betrachtet, macht die Aufstellung auch Sinn, zumal sich Michi in dieser Saison, in diesem System, mit diesem Trainer in Reihe 4 sichtlich wohl fühlt. Wenn wir dann weiter schauen, was wir noch an "reinen (Geburts-)Deutschen" haben, haben wir mit Hungerecker, Tramm (fix) und Spitzner (als feste Leihe) da schon drei sehr junge und verdammt gute Spieler im Kader. Dazu noch ein Karachun, ein Klöpper, Bettahar und Shevyrin im mittleren 20er-Alter, dem Kasseler Jung ehrenhalber Müller, den schon sehr lange in Deutschland spielenden bzw. lebenden Deutsch-Kanadiern Mueller und Scalzo, auch ein Kirsch oder Jerry Kuhn sind in ihrem jeweils sechsten Jahr in Deutschland.
    Klar, dann haben wir halt noch die immer wieder von einigen Experten lästerhaft angesprchenen Deutsch-Kanadier Walters, Burns, Moser oder Gedig und die vier reinen kanadischen (bzw. Can/US)-AL.

    Man muss sich einfach entscheiden: Will man oben mitspielen, dann wirds mit jedem (rein-)deutschen Spieler entsprechender Qualität teurer, der im Kader steht, besonders wenn sie dann auch noch möglichst jung sein sollen.

    Ich mag unser Team dieses Jahr, denn man sieht, dass es ein Team ist, dass man (von der einen oder anderen Schwächephase abgesehen) durchaus in der Lage ist, jeden Gegner kontrollieren zu können, man spielt attraktives, durchaus auch hartes Eishockey, dass den Namen auch endlich wieder verdient. Dazu ist es eine Freude, die Insta-Storys von Spielern wie Kuhn zu sehen, der hier in Kassel offensichtlich wieder den Spaß am Sport gefunden hat und dem es hier ausgesprochen gut gefällt.

    Wenn da also ein Bass oder einer der vielen vielen HNA-Trolle wieder vom EC Kanada schreibt, mühe ich mir ein leichtes Lächeln ab, schüttel mit dem Kopf und vergesse diese auch ganz schnell wieder, denn mehr sollte es einem auf Dauer nicht an Beachtung wert sein.

    Dir auch ein frohes Fest. Vielleicht schenkt dir ja doch mal jemand ein klein wenig Textverständnis-Kompetenz, damit es mit der richtigen Bewertung von Beiträgen anderer klappt. Bis dahin genieße ich mein Popcorn und hoffe, dass der Rest nicht die Hoffnung auf Besserung verliert. :thumbup:

    Kennst du eigentlich den Witz über den Autofahrer, der im Verkehrsfunk vor einem Geisterfahrer auf seiner Strecke gewarnt wird und sich wundert, warum im Radio nur von einem die Rede ist, obwohl es hunderte sind?

    Ich fahre seit mittlerweile fast 28 Jahren nach Kassel zum Eishockey, Anreiseweg 120 Kilometer hin und zurück. Was ich dabei nur allein an Kosten, Nerven, Zeit, etc. gelassen habe, kann sich jeder selbst ausrechnen. Aber eins, das hat sich nie geändert und wird sich auch nie ändern: Ich fahre dahin, weil es Eis gibt, zwei Tore, einen Gegner, einen Puck, weil die Halle Kult ist, weil es beim Eishockey immernoch am Lautesten und Schnellsten wird.

    Alles Andere, aber absolut alles Andere, sind für mich absolut zu vernachlässigende Störfaktoren...

    Und genau da liegt der große Fehler in deiner Argumentation: Du siehst nur DEINEN STANDPUNKT und nur der ist Gesetz für dich. Du schaffst es nicht im Ansatz, auch nur wirklich einen deiner zu 100% subjektiv betrachteten Punkte auf eine objektive Diskussionsbasis zu stellen, denn wenn wirklich mal Gegenargumente abseits der Salatblatt-Symbolik (-Polemik) kommen, ziehst du ganz schnell zurück, lenkst auf andere Dinge ab oder verweigerst dich der Realität. Dabei hast du in einigen Dingen nicht Unrecht. Du stellst das Paradebeispiel für einen Die-Hard-Fan dar, der selbst noch in die Halle gehen würde, wenn die Buletten direkt aus der Plastikverpackung kämen und die Toiletten eine Reihe Dixi-Klos vor der Halle wären. Geht mir und den meisten hier ironischerweise wahrscheinlich nicht anders. Nur stellen wir Die-Hard-Fans der Huskies (oder dieses Sports allgemein) nur einen kleinen Teil des Ganzen dar und da liegt die Krux.
    Wenn da am Beispiel der MT Fakten auf den Tisch kommen, die dem Die-Hard-Fan im Grunde sch***egal sind, die aber dem Gelegenheitszuschauer oder Komfort-Fan durchaus wichtig sind, lassen die Huskies gewaltig Federn im direkten Vergleich. Und da kann es sportlich noch so gut laufen: Diese Fans kommen ohne "das Salatblatt" oder vernünftige sanitäre Anlagen oder allgemein gesprochen: ohne eine ansprechende Infrastruktur dann nicht zu uns sondern wählen andere Alternativen, ob nun im Sportbereich die MT, Streaming o.ä. oder alle paar Monate ein schönes Abendessen im Timberjacks unter Freunden.

    Ich wollte eigentlich nur lesen, werde ich jetzt auch wieder tun...aber das musste mal raus. Viel Spaß noch weiter hier.