Beiträge von Husky85

    Hallo zusammen,

    nachdem das Saisonende nun einige Wochen zurückliegt und wir alle etwas durchatmen konnten, macht es vielleicht Sinn die - vor allem nach Finalspiel 1 - aufgekommene Kritik rund um die SpradeTV-Übertragung der Huskies nochmal aufzugreifen und zumindest den Versuch zu starten, das alles etwas zu konkretisieren. Für mich persönlich ist das schon eine Art Herzensangelegenheit, weil ich den Job als Sprade-Kommentator selbst für mehrere Jahre übernommen habe und auch jetzt mit den Jungs vom Sprade-Teams regelmäßig in Kontakt bin. Hier nochmal der Link zu den betreffenden Beiträgen: RE: DEL2 Finale Kassel - Bietigheim . Ich möchte diesen Beitrag ungern zusätzlich mit Zitaten zupflastern, weil er auch so schon viel zu lang werden wird.

    Ich bin mir sehr sicher, dass die Sprade-Jungs für jeden fundierten Verbesserungsvorschlag dankbar sind. Der oft geäußerte Vorwurf, man dürfe keine Kritik äußern oder Kritik werde nicht angenommen, weil alle ehrenamtlich tätig sind, ist aus meiner Sicht Bullshit. Entscheidend ist einfach, wie handfest diese Kritik ist, denn Formulierungen wie "Moderation ist schlecht", "Gesülze" oder "der labert Mist" können im Ergebnis nicht zur Verbesserung beitragen.

    Fundierte Kritik gab es zuletzt aber natürlich auch und diese kann man natürlich aufgreifen und ggf. vertiefen. Wenn ich den richtigen Überblick habe, bezieht sich die Kritik auf zwei Bereiche:
    1. Gestaltung Vorbericht/Powerbreaks/Drittelpausen
    2. Moderation/Kommentar

    Mit Punkt 1 würde ich gern als erstes beginnen, weil ich der Meinung bis, dass hier relativ wenig Handlungsspielraum besteht:
    Zuletzt war es ja so, dass der journalistische Teil der Übertragung ca. 15 Minuten vor Spielbeginn mit dem Vorbericht durch Jason Schade und Stefan Gerhold begann. Rein inhaltlich gab es daran für mich auch wenig auszusetzen, da die Beiden vor allem auf das Gästeteam immer gut vorbereitet waren und die Zuschauer somit auf das Spiel einstimmen konnten. Hier besteht natürlich immer die Gefahr, die Konsumenten mit zu vielen Informationen zu überfordern, da den richtigen Mittelweg zu finden, ist nicht einfach. Ggf. könnten Informationen auch häufiger visualisiert werden, vor den Finalspielen 3 und 5 wurde das dann ja auch gemacht. Normalerweise gehörten auch aufgezeichnete Spielerinterviews mit in den Vorbericht, diese fielen aber irgendwann den Corona-Maßnahmen zum Opfer.

    Kurzinterviews in den Powerbreaks wären sicher wünschenswert, allerdings haben die Huskies für die Unterbrechungen inzwischen so viel Werbung verkauft, dass einfach keine Zeit für Interviews bleibt. So ähnlich sieht das auch in den Drittelpausen aus. Direkt nach der Pausensirene gab es ja fast immer ein Kurzinterview mit einem Huskies- oder Gästespieler. Auf letztere musste man aus hygienischen Gründen aufgrund der Coronasituation oft verzichten und auf Wunsch der Mannschaft gab es in den letzten beiden (?) Heimspielen auch keine Interviews mit Huskies-Spielern mehr. Die Fragen an die Spieler ähnelten sich natürlich oft, aber aufgrund des Zeitdrucks machte es Sinn, das Interview mit einer offenen Frage ("was sagst du zum 1. Drittel?") zu beginnen, um möglichst viel Inhalt in möglichst kurzer Zeit abzuholen.
    Dazu gab es ab und an noch Interviews mit anderen Personen, wie z. B. René Rudorisch, Joe Gibbs oder Manuel Klinge.
    Nach den Spielerinterviews blieb, aufgrund der in großer Menge verkauften Werbespots, kaum noch Zeit, mehr Content einzubringen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, reden wir von knapp vier Minuten. Anstatt die fahrende Eismaschine oder die Zwischenergebnisse aus den anderen Hallen zu zeigen, könnte man in dem Zeitfenster vielleicht noch Highlightszenen als Replays zeigen, mehr Möglichkeiten sehe ich praktisch aber nicht. Die Umsetzung von Gewinnspielen o. ä. scheiterte nach meiner Einschätzung nicht am Ideenreichtum der Sprade-Jungs, sondern an demjenigen, der das Budget verantwortet.

    Punkt 2: Moderation

    Aus meiner Sicht ist das ein schwierig zu diskutierendes Thema, weil jeder Kommentator einen eigenen Stil einbringt und sich daran die Geister scheiden. Wir sehen das derzeit auch im Rahmen der Fussball-EM; immer wenn ein großes Fussballturnier stattfindet, kommt kaum ein Kommentator gut weg. Ich muss da immer an ein passendes Zitat aus Frank Buschmanns Buch "Am Ende kackt die Ente" denken, wo er Ernst Huberty zitierte, der sinngemäß sagte "wenn 50% der Zuhörer mit dir zufrieden sind, hast du einen guten Job gemacht." Selbst die Profis stehen da im Feuer und bezogen auf die SpradeTV-Kommentatoren fallen mir auf Anhieb nur Simon Rentel (Bad Tölz) und in Teilen Marius Franke (Bad Nauheim) ein, die regelmäßig gute Kritiken erhalten haben.

    Die Kritik an dem Huskies-Duo beschränkte sich zuletzt ja vor allem auf Stefan Gerhold. Dazu möchte ich zunächst nochmal verdeutlichen, wie er ins Team gerückt ist: Vor Saisonbeginn war klar, dass Jason Schade den Kommentatoren-Job nicht mehr übernehmen sollte, weil sein neuer Job als Pressesprecher zeitlich mit der Sprade-Aufgabe nicht vereinbar schien. Daraufhin haben die Huskies einen öffentlichen Aufruf gestartet, um einen neuen Kommentator zu finden. Im Rahmen der Testspiele versuchten sich dann auch zwei oder drei Personen an dieser Aufgabe, allerdings wurde relativ schnell klar, dass sie die hohen Anforderungen fachlich und rhetorisch nicht erfüllen können. Danach stieß Stefan hinzu, der von Anfang an sehr demütig an die Sache heranging und genau wusste, was da auf ihn zukommt. Spätestens zu dem Zeitpunkt war aber klar, dass Jason Schade mangels Alternativen weiterkommentieren muss. Er übernahm dann den Hauptteil der Moderation, um Stefan Stück für Stück mehr Anteile zu überlassen.

    Meiner Meinung nach funktionierte das dann auch von Zeit zu Zeit besser, was sich im Übrigen ja auch an den Rückmeldungen hier im Forum zeigte, wie hier Anfang März: RE: EC Kassel Huskies vs. Bietigheim Steelers (Montag, 8. März 2021, 19:30 - 21:30)

    Stefan traute sich als immer mehr zu. Während der Playoffs nahm dann aber auch die Kritik an ihm zu. Beispielhaft möchte ich da die Aussagen von Fastpuck und ALemmy erwähnen, die ihm sinngemäß vorwarfen, zu überdrehen (korrigiert mich bitte, wenn ich das falsch darstelle!). Das ist ein Punkt, den man meiner Meinung nach ernst nehmen muss, der für mich aber auch nachvollziehbar und menschlich ist. Versetzt euch mal in ihn hinein: Du gehst mit gehörig Respekt an diese Aufgabe heran, agierst erst vorsichtig, sammelst dann immer mehr Zutrauen, bekommst positive Rückmeldungen und traust dich dann immer mehr und immer mehr. Klar ist für mich, dass du dann von ganz allein Gefahr läufst, zuviel zu wollen, dich vielleicht etwas zu viel einzubringen. Das führt dann unweigerlich dazu, dass du dich in Situationen zu Wort meldest, in denen es eigentlich nichts zu sagen gibt dann unbewusst eine wenig aussagekräftigen Standardfloskel rauskommt.

    Wie gesagt, ich kann die Kritik nachvollziehen, aber wenn du als Amateur so einen Kommentatoren-Job übernimmst, kannst du dich nur über praktische Erfahrungen weiterentwickeln. Diejenigen, die den Kommentatoren-Job in Kassel vorher ausgefüllt haben, haben vorher schon Erfahrungen im Liveradio-Bereich gesammelt. Stefan ist so gesehen der erste Rookie und ich finde, dafür hat er das insgesamt gut gemacht. Jetzt geht es nur darum, sich weiterzuentwickeln und aus den gesammelten Erfahrungen und der geäußerten Kritik zu lernen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Stefan das machen wird. Rein fachlich halte ich ihn im Übrigen für einen Topmann!

    Extrem anstrengend, sich durch 5 Seiten zu wälzen und kaum was zum Topic zu finden ...

    Vielleicht können wir die Sprade-Thematik und das Gibbs-Beurteilungsgespräch nach Saison-Ende nochmal in eigenen Threads in aller Ruhe besprechen. Ich sehe das ähnlich wie "Cummins" - schade, dass diese Diskussionen hier die aktuelle Leistung der Huskies in den Schatten stellen.

    Leistungsträger Saponari? Hab ich was verpasst?

    Der hat doch gar nicht mitgespielt. Für ihn stand heute Enrico Saporani auf dem Eis.

    Ich als alter Schlager-Fan musste direkt an wen anders denken:

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    Könnte aber eng werden, wenn F und die Huskies in der ersten Runde rausfliegen 8o

    Wieso eng?

    Dann kommen die beiden Folgen nur früher.

    Na ja, die haben jetzt in ca 50 Saisonspielen Material für 43 Minuten zusammenbekommen. Da würde es bei 3 -5 Spielen schon eng werden, weitere Geschichten in der Länge zu erzählen. Das meinte ich damit.

    Ich glaube eher, dass umgekehrt ein Schuh daraus wird. Die Folgen haben von vornherein ein Zeitlimit von ca. 30 Minuten, vier davon soll es maximal geben. An Rohmaterial scheitert es bestimmt nicht, nur gibt es nicht die Möglichkeit deutlich mehr in diesem Format zu veröffentlichen, was ich sehr schade finde. So etwas versackt dann einfach im Archiv.

    Klar, Olsen schießt rechts und Moser links, man kann das schon seitlich so aufteilen das der Puck dann immer zum in der Mitte des Eises stehenden Verteidiger kommt und nicht zum an der Bande stehenden Verteidiger.

    Es geht erstmal darum, dass ein Bully mit der Rückhand grundsätzlich leichter zu gewinnen ist, als mit der Vorhand.

    Dazu spielt es sicher auch noch eine Rolle, wie das Bullyspiel am Abend selbst läuft. Wenn der Bullyspieler Nr. 1 gegen Spieler X des Gegners zB. schon 1:5 Anspiele verloren hat, darf sich dann auch mal ein anderer probieren. Egal ob der rechts oder links schießt oder ob das Bully im linken oder rechten Kreis stattfindet.

    Dass man sich die Faceoffs aufteilt war schon zu Saisonbeginn der Fall. Zum Beispiel als Olsen mit Burns und Valentin mit Christ in einer Reihe unterwegs waren.

    In welcher Reihe haben sie denn dann gespielt?

    Im ersten Drittel fuhr Trivino Doppelschichten, spielte ua zwischen Krüger und Bödefeld in einer verkappten 4. Reihe. So entstand auch das 1:0 durch Bödefeld.

    Im 2. Drittel nach Cornets Ausscheiden spielte Krüger fest mit Olsen und Moser.

    Bödefeld neben Valentin, allerdings auch im Wechsel mit Kranz und Christ.

    Krüger stand heute bei den ersten drei Huskies-Treffern auf dem Eis.


    In der HNA von Mittwoch wird Klinge zitiert, dass man bei Olsen alles eingereicht hat und jetzt auf die Antwort wartet. Sofern er Deutscher wird, kann der Spielerpass jederzeit geändert werden

    es steht in der Printausgabe und da wird Klinge mit " längst eingereicht" zitiert

    Moment, Klinge sagt "wir haben längst alles getan, was wir tun können", ohne näher zu beschreiben, was genau das bedeutet. Von "eingereicht" steht da nichts.

    Wenn Olsen Deutscher werden würde, würde man das sowieso an der veränderten Lizenznummer auf der DEL2-Seite sehen.

    Müsste sich nicht auch sofort die Flagge auf der Webseite ändern? Die DEL2 nimmt ja keine Rücksicht auf die Spielchen der Clubs. Wenn ein Spieler lizenziert wird dann steht er ja auch sofort da, egal wann der Club seine PM dazu raushaut.

    Ob die Flagge sich automatisch ändert, weiß ich nicht - aber dass die DEL2 keine Rücksicht auf die Öffentlichkeitsarbeit der Clubs nimmt, stimmt so nicht. Zumindest war es vor 2 Jahren noch so, dass man der DEL2 sagen kann, dass ein neu lizenzierter Spieler noch nicht im offiziellen Roster auftauchen soll. Dazu muss aber die interne Kommunikation im Club funktionieren, in so einem Fall zwischen der sportlichen Leitung und Pressesprecher.

    Nochmal zu Olsen: In der DEL2-Spielordnung heißt es: "Nach dem 15. Februar können für die laufende Saison keine Spielerlizenzen beantragt werden."
    Der 15. Februar wurde ja inzwischen auf den 1. März geändert, aber ich frage mich aufgrund der Formulierung, ob es nach dem 1. März überhaupt noch möglich wäre, Olsen als Deutschen (neu) zu lizenzieren? Oder zählt er bereits als lizenziert, egal ob als Import oder als deutscher Spieler?

    Alles in allem würde es mich wundern, wenn wir Olsen in dieser Saison noch als Deutschen spielen sehen.

    Wie man allerdings alle 2 Tage Spiele ansetzen kann, verstehe ich gar nicht. Die Belastung der Spieler wird ja dadurch extrem gesteigert. Oder habe ich da was falsch verstanden?

    Spielplan wird angepasst. ab Mitte Februar alle 2 Tage ein Spiel Man will die 52 Spieltage durchbringen,

    Es wird ja von einem "möglichen" Zwei-Tages-Rhythmus geschrieben und die Endrunde soll eine Woche später starten als ursprünglich geplant. Heißt für mich, dass nicht von vornherein alle zwei Tage gespielt wird, sondern dass man sich Luft verschaffen will, um mehr Nachholspiele ansetzen zu können, die dann zwei Tage nach oder vor einem regulären Spiel stattfinden können.

    Würde man jetzt schon fix alle 2 Tage spielen, ohne dass weitere Corona-Zwangspausen dazukommen, wäre man ja früher mit der Hauptrunde fertig, nicht später.