Ich weiß nicht, ob man die Stimmungsveränderungen zwingend auf die Umbauarbeiten der Halle zurückführen kann.
Wenn man mal ein wenig zurückschaut auf die Zeiten vor dem Umbau gab es schon damals Diskussionen darüber, dass sich die Stimmung in der Halle verändert hat: Immer weniger Interaktion vom und mit dem E-Block, Konzentration der aktiven Unterstützung durch das Zentrum des Heubodens bzw. unterschiedliche Gesänge, wenig Unterstützung von den Sitzplätzen, usw.
Tatsache ist einfach, dass sich das Publikum und das individuelle Erlebnis eines Eishockeyspiels verändert hat. Heutzutage (also bei den jüngeren Generationen) ist es einfach wichtiger, das eigene Erlebnis über Stories zu teilen statt 60 min Stimmung zu machen.
Jetzt kann man natürlich den alten Zeiten hinterhertrauern, in denen die Halle gebrannt hat, man das Team auch bei Rückstand noch bedingungslos gefeiert und zu Aufholjagden angetrieben hat. Und dieses Schwelgen in Erinnrungen ist sicherlich auch nachvollziehbar. Aber diese Zeiten werden nicht zurückkommen - auch dann nicht, wenn man die Sitzplätz in Stehplätze umwandeln oder von allen Plätzen volle Sicht auf die Eisfläche hätte.
Ob jetzt die Umwandlung des E-Blocks und die Konzentratione von Heimstehplätzen auf den Heuboden gut findet oder nicht, ist sicherlich eine Einstellungs-/Geschmacksache. Es als Grundlage für die Stimmungsveränderung heranzuziehen, halte ich für eine vorgeprägte Interpretation.
Sehr schön zusammengefasst Casi. Diese Entwicklung ist mehr oder weniger Tatsache. Wir müssen uns an die neuen Gegebenheiten anpassen. Wie auch in allen anderen Bereichen des Lebens. Andererseits können wir Fans uns bemühen, dass Beständigkeit und Tradition nicht gänzlich verlorengehen. Das funktioniert wie immer nur mit durch Geld (-entzug), wie z.B. dem geringeren Kauf von Dauerkarten.