Beiträge von Fatality


    Vielleicht machbar gegen Ende Januar wenn beim XYZ vielleicht der Play-Off-Zug abgefahren ist


    Generell ein Zeitpunkt, wo beim einen oder anderen Club passende Spieler frei werden könnten. Es ist schwer, derzeit konkrete Namen zu nennen. Sarault beispielsweise, der im ESBG-Forum mal in den Raum geworfen wurde, ist in Nauheim untergekommen, ähnliche Spieler sind noch nennbar, aber es ist und bleibt ein Fischen im Trüben.


    Über Collins würde ich mich schon freuen, aber diese Saison glaube ich da nicht mehr wirklich dran.

    Man kann es nur hoffen, dass die Gerüchte dieses Mal endlich wahr sind. Bei allem, was er für das Kasseler Hockey getan hat und so dankbar man ihm dafür sein muss, es ist an der Zeit, den Staffelstab zu übergeben.

    Ich glaube, der, den du meinst, steht in J2 und soweit ich es verstanden habe, wollte er nix verbieten aber er hat seinem Unmut über den Support deutlich Luft gemacht. Und ich muss zugeben, wirklich verstehen kann ich es auch nicht, dass noch immer brav applaudiert wird bzw. dass nicht gezielt Dinge "mit Fanstimme" angesprochen werden.


    Sicher, es war ein schnelles und durchaus auch "spannendes" Spiel gewesen, aber "gut" war das nicht, was wir abgeliefert haben. Die richtig guten Chancen von uns hat Vosvrda zunichte gemacht, bei uns hat Klein uns oft genug im Spiel gehalten.
    Ich kann der Mannschaft auch keinen direkten Vorwurf machen. Sie haben aus den offensichtlichen Vorgaben das Maximum herausgeholt. Nur war eben das Maximum nicht genug für diesen (wie schon passend von dir beschrieben) super eingestellten Bayreuthern.
    Sorry, aber spätestens zur zweiten Drittelpause muss ich doch merken, was da auf dem Eis passiert und entsprechend reagieren, mein Spiel entsprechend anpassen...aber Fehlanzeige.


    Unser Team als solches ist nicht schlecht. Sicherlich nicht so stark wie letzte Saison aber auch bei weitem nicht so schlecht, wie es momentan spielt. Es ist das mentale sowie vor allem das taktische Coaching, das mir sehr missfällt.


    nisse , es wird von meiner Seite aus schon an Alternativen gearbeitet...Dauerkarte hin oder her.

    Licht und Schatten...wieder einmal.


    Eines vorweg: Hätten wir nicht die Reihe Ritter-Merl-Feo heute nicht gehabt, hätten wir noch Stunden spielen können ohne ein Tor zu spielen.


    Die drei Tops sind schon genannt, bleiben noch die anderen...ich habe mich zeitweise gefragt, ob die Jungs nicht wollen, nicht dürfen oder nicht können. Die ersten 10 Minuten läufts wie am Schnürchen, man hat Crimme im Griff, macht gut Druck nach vorne, sucht den Abschluss und steht hinten halbwegs sicher. Dann, wie aus heiterem Himmel, steht plötzlich eine komplett andere Mannschaft auf dem Eis. Pucks werden vertändelt, Pässe direkt auf die Kelle des Gegners gespielt, anstatt zu schießen lieber noch einmal in ungünstigere Position gepasst...die Liste ist noch deutlich länger. Erst als die drei Spieler des Tages wieder das Tempo anziehen und Merl mit dem 3:2 das GWG macht, kommt auch bei den anderen wieder Leben in die Körper und man besinnt sich auf seine Fähigkeiten.


    Spielen wir so gegen eine Mannschaft der einstelligen Tabellenregion, verlieren wir das Spiel in 9 von 10 Fällen.

    Du weißt, ich bin selbst kein Freund weniger Worte. 8) Waren nur recht pragmatische Gedanken bezogen auf das derzeitige und potenzielle Volumen dieses Forums und dessen Mechanik. Ich fänd einen Gedankenaustausch abseits dieser Einzeiler auch deutlich vorteilhafter, aber das muss jeder selbst wissen.


    *insert prost-smiley*

    Ist eine generelle forenphilosophische Frage: Will man solche Ein-Zeilen-Beiträge haben oder nicht? Bei noch wenigen Nutzern tragen diese sicherlich ein Stück weit zum Diskussionsvolumen bei, bei zu vielen Usern können sie durchaus zur Unübersichtlichkeit beitragen. Da wir definitiv noch nicht zur zweiten Kategorie hier gehören, hab ich kein Problem, wenn keine Like-Buttons vorhanden sind, auch wenn ich aus Gewohnheit diesen schonmal gesucht habe. ::)

    Das war mal ein richtig gutes Spiel. Die Jungs spürbar motiviert, deutlich spielfreudiger als sonst, den Abschluss suchen (und auch findend!). Konsequent den Gameplan durchgezogen und dem Gegner keine Chance zum Durchatmen gegeben, bis der Drops gelutscht war und selbst danach das Spiel noch so weit kontrolliert, dass der Gegner nicht zurück ins Spiel kommen konnte. Neben den bereits lobend erwähnten #8 - #13 - #94 und einem gut aufgelegten Keller fiel mir gestern besonders unsere #64 auf, der sich nicht scheute, jeden Check konsequent zu Ende zu fahren. und sich dorthin begab, wo es richtig weh tut. Ihn im letzten Drittel zu schonen war nicht nur die verdiente Belohnung sondern auch gutes Coaching...muss man in dem Fall ja auch mal loben. ;)


    Mal schauen, wie es morgen gegen die starken Füchse weitergeht. Können wir dieses Spiel wieder aufziehen, wird es erneut eine klare Sache, allerdings fürchte ich, dass es uns die Füchse nicht ganz so leicht machen werden.


    Und: Man hat deutlich gespürt: Wenn die Jungs auf dem Eis motiviert sind, motiviert das automatisch auch die Zuschauer auf den Rängen!

    Fortsetzung


    Wir haben in Kassel schon immer ein kritisches, teils überkritisches Publikum gehabt, nicht umsonst sind wir die "Kings and Queens of Mähren". Natürlich ist die Kritik auch nicht immer angebracht oder trifft den Falschen, da gehen die meisten von uns schon zu lange in den Zwinger, lesen und schreiben in den Foren und den sozialen Netzwerken. Wenn aber, wie derzeit bei uns, ein deutlicher Trend in Sachen Stimmungshoch- oder -tief zu erkennen ist, dann ist es nicht damit getan, einen solchen Beitrag, einen solchen Appell loszulassen, denn diese Hunderte oder Tausende Menschen teilen mit ihrem Schweigen etwas mit. Das hat sicherlich nicht nur etwas mit dem Geschehen auf dem Eis zu tun sondern mit dem Gesamteindruck. Das ist dadurch auch nicht immer rational, letztendlich trifft die mangelnde Stimmung die Mannschaft, die "lediglich" für den sportlich-aktiven Faktor im Gesamtkonstrukt Kassel Huskies verantwortlich ist. Jedoch ist genau das ein Mittel, neben aktiven Gesängen gegen einzelne handelnde Personen (sicherlich noch unerwünschter) oder eben dem massiven Fernbleiben aus der Halle, was wiederum auch auf Dauer zu existenziellen Problemen führen dürfte.
    Dieses "Gesamtkonstrukt Kassel Huskies" in all seinen Facetten zu betrachten gehört nicht in diesen Beitrag, aber er stellt in seinen Einzelheiten genau das dar, was wir in der Halle zu sehen bekommen, was wir erleben, was wir lieben und hassen, was wir kritisieren und akzeptieren. Ein Teil davon ist die Stimmung und diese kann man derzeit, so meine Meinung, in keinster Weise mit einem derart offensiven Beitrag verbessern. Ihr als Society könntet euch die Seele aus dem Leib supporten, der Rest der Halle verspürt offenbar derzeit weniger den Bedarf, das Verlangen, die Motivation, der Mannschaft bedingungslosen Support zu liefern, weil für sie aus verschiedenen Gründen, dieser bedingungslose Support offensichtlich nicht den erwünschten Effekt haben würde. Das mag euch nicht gefallen, das dürft ihr auch sagen, aber ihr werdet es mit einem solchen Beitrag ganz sicher nicht ändern. Dies zu ändern werden nur andere in diesem Konstrukt Kassel Huskies schaffen können. Die Mannschaft mit ihrem Spirit auf dem Eis, der Trainer mit seinen taktischen Entscheidungen, die Organisation abseits des Eises mit ihren Entscheidungen und Handlungen. Stimmt das Gesamtbild, haben die Zuschauer als Ganzes den Eindruck, dass die einzelnen Zahnräder in diesem Konstrukt wirklich interessiert und motiviert sind, zum Erfolg beizutragen, dann ist eine gute Stimmung vorprogrammiert und es braucht nur kleine Bemühungen, diese Stimmung auf den Rängen mit Gesängen greifbar zu machen.


    Jetzt habe ich tatsächlich die 20.000-Zeichen-Grenze überschritten. Das war sicherlich nicht meine Absicht, aber ich hatte das Gefühl, viel kürzer ging es nicht. Tut mir leid für die Masse an Text, aber ich hoffe, ich kann damit meinen Standpunkt zum "Brief" der Society und die Zusammenhänge wie ich sie sehe darstellen. Ich habe nun fast zwei Tage an dieser Antwort gearbeitet, sie immer wieder abgeändert, weil auch mich das Thema beschäftigt, auch wenn ich in weiten Teilen dem Ausgangsbeitrag sehr konträr gegenüberstehe.


    Ich wünsche euch allen frohe Festtage, wir sehen uns in der Halle!

    So, auch wenn die kommenden Tage eine Zeit der Ruhe sein sollten, möchte ich die Zeit nutzen, nun ein paar Zeilen zur Stellungnahme der Society zu verfassen...einfach deswegen, weil ich sonst nicht die Zeit hätte, dies derart ausführlich zu tun, wie ich es für nötig halte.


    Ich wähle das Forum als "Host" meiner Antwort, weil ich hier die nötigen Mittel wie die Zitatfunktion und den nötigen Platz habe, um die vielen einzelnen Punkte ausreichend zu betrachten. Ich bin mir sicher, diese Antwort hier wird den Weg zur Society/zum Autor des Ausgangsbeitrags finden.


    Ich möchte betonen, dass dies hier meine persönliche Meinung, meine Ansichten und meine persönlichen Beobachtungen darstellen, die keinen Anspruch auf Richtigkeit haben. Wenn ich irgendwo falsch liegen sollte, bitte scheut nicht, mir argumentativ entgegenzutreten, denn einem wirklich argumentativen Austausch bin ich nie abgeneigt. ;)


    Zitat

    Es folgt eine ausführliche Darstellung unseres Standpunktes, mit der wir die Hoffnung verbinden, unserem gemeinsamen Ziel einen Schritt näher zu kommen – der Herstellung eines Supports, der unsere Huskies in jeder Situation bedingungslos unterstützt.


    So lange das "uns" auf die Society als solches bezogen ist, kein Problem. Das "uns" auf einen weiteren Personenkreis zu beziehen wäre etwas anmaßend.


    Zitat

    Mit Bedauern müssen wir feststellen, dass innerhalb der gesamten Kasseler Fanbasis eine stets zunehmende Spaltung zu erkennen ist. Ein Teil der anwesenden BesucherInnen kommt in die Halle, um die Mannschaft zu unterstützen, sie nach vorne zu peitschen, sie im Idealfall siegen zu sehen und die unverwechselbare Stimmung einer engen, kleinen Eissporthalle aufzusaugen. Ein anderer Teil der Anwesenden erwartet offensichtlich ein reines Event mit kommerziellen Aktionen rund um das Spiel, einem immer überragend spielenden Team auf dem Eis und Musik vom Band, die besser an den Ballermann als zu einem Eishockeyspiel passt.


    Hier gehts schon los. Die gesamte Stellungnahme basiert in seiner Eingangsaussage also auf einem Schwarz-Weiß-Vergleich. Wir - die Guten gegen "die anderen" - die Bösen. Sorry, aber so einfach ist es nicht...ist es nie! Derartige Kategorisierungen können nicht zielführend sein und auch bei mir erzeugen sie gleich eine gewisse feindselige Grundstimmung, die bei mir eher ablehnende als zustimmende Wirkung hat. Die Kasseler Eissporthalle ist ein Konglomerat aus vielen verschiedenen Fan-Einstellungen, vom Hardcore-Fan, Hardcore-Supporter über die, denen der Sport auf dem Eis im Vordergrund steht, die, die mit ihren Freunden und Bekannten eine schöne Zeit bei ihrem Lieblingssport haben können und natürlich auch einer Gruppe, denen das "Event" wichtiger zu sein scheint als der Sport selbst.


    Zitat

    Entwicklung: Mangelnder Support und die Genese eines Dissenses auf den Rängen.


    Mangelnder Support ist eine Beobachtung, die auch ich mache, sowohl bei mir als auch insgesamt in der Halle. Die "Genese eines Dissens auf den Rängen"? Ja, auch diese ist in diesem Jahr, ebenso wie schon im letzten Jahr vorhanden. Die entscheidende Frage: Wie geht man damit um?


    Zitat

    Der Grund, warum wir gestern den Support gänzlich eingestellt haben, ist der, dass wir es schlicht und ergreifend einfach Leid waren, ständig gegen diese Situation ankämpfen zu müssen. Es ging dabei nicht nur um das Spiel gestern. Seit Saisonbeginn ist es auf dem Heuboden und in allen anderen Teilen der Halle so, dass die Beteiligung der BesucherInnen am Support stets abnimmt. Seitdem versuchen wir, aktiv gegenzusteuern und die Menschen mitzunehmen, so dass sie ihre Energie auf das Spielfeld übertragen.


    Hier kommen wir das erste Mal zu einem wichtigen Punkt: Die Erkenntnis, dass die "ewigen Dauersupporter", egal wie das Geschehen auf dem Eis oder auch abseits des Eises in der Organisation ist, offensichtlich in der Minderheit sind. Nicht jeder, ich persönlich glaube sogar: nur sehr wenige, gehen mit der Intention in die Halle, sein Team bedingungslos nach vorne zu peitschen, vollkommen egal, wie es auf oder neben dem Eis ist. Und das finde ich persönlich sogar gut, denn mit ewigem und bedingungslosem Support gibt man seiner Meinung keinen Ausdruck.


    Zitat

    Leider stehen sehr viele trotzdem teilnahmslos da, haben ihre Smartphones in der Hand, checken Facebook, WhatsApp und Co., fechten Beziehungsdramen aus und merken nicht einmal, wenn das Spielgerät die Hand des Schiedsrichters verlässt und auf dem Eis gekämpft wird.


    Dies ist etwas, wovon ich auch kein Freund bin. Sicher, auch ich checke während des Spieles hier und da facebook oder schaue im Ticker, was in den anderen Hallen der Nation so passiert, aber letztendlich bin ich wegen des Spieles und meiner Freunde in der Halle und das bekommt den größten Teil meiner Aufmerksamkeit. ABER: Wenn diese Leute meinen, dass sie 9+x Euro für "aufs Smartphone starren" ausgeben wollen...deren Pech!


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    Bezeichnend für diese Entwicklung sind in diesem Zusammenhang Spiele wie gegen Kaufbeuren Ende Oktober. Unsere Huskies gewinnen in dieser Saison erstmals ein Heimspiel klar und deutlich – 6:0 ist der Endstand. Nicht mal alle unserer Spieler sind mit den Shakehands fertig, da ist die Halle schon zu vier Fünfteln geleert – und das nach einem überzeugenden Sieg. Ähnlich verhält es sich nach dem 7:1-Derbysieg gegen Bad Nauheim. ... So kennen wir Kassel nicht und so wollen wir es ehrlich gesagt auch nicht weiter kennenlernen.


    Früher war mehr Lametta! Auch ich fände es schön, wenn sich nach dem Spiel (genauer: nach Siegen!) die Halle nicht ganz so schnell leeren würde. Da bin ich mal vollkommen bei der Society. Letztendlich ist es ein Zeichen von Anerkennung der Leistung auf dem Eis, die Mannschaft gebührend in die Kabine zu verabschieden. Allerdings differenziere ich hier deutlich zwischen Siegen und Niederlagen bzw wie diese zustande gekommen sind. Wenn ich mit dem Geschehen auf dem Eis unzufrieden bin, nehme ich mir das Recht heraus, dies auch zu zeigen. Das kann dann durchaus auch mal eine "schnelle Flucht" aus der Halle sein und dieses Recht steht jedem zu. Es mag da Menschen mit anderen Meinungen/Einstellungen geben, aber denen steht nicht zu, das Recht des anderen auf "schnelle Flucht" abzusprechen bzw. diese Flucht zu verurteilen.


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    Unseres Erachtens haben die Zeiten in der Hessenliga damals viel kaputt gemacht. ... Es kann nicht immer so laufen wie in der Hessenliga. Das ist unmöglich.


    Ich glaube nicht, dass die Hessenliga-Ergebnisse noch derart Einfluss haben. Letztendlich unterstellt die Society mit diesem Absatz, dass das Gros der Fans derart mangelnden Eishockeysachverstand besitzt, dass sie die Ergebnisse aus der Hessenliga und die Ergebnisse aus den anderen Ligen/Spielzeiten, die wir durchlaufen haben, nicht richtig einordnen können. Für mich wieder eine recht unverschämte und auch arrogante wie gleichermaßen naive Annahme, jedoch ist sie scheinbar notwendig, damit die Argumentation ins rechte Licht gerückt wird. Ich persönlich kann diese Argumentation nicht ernst nehmen und mit dieser arroganten unterschwelligen Annahme diskreditiert sich die Society/der Verfasser selbst.


    Interessanterweise ist genau zwischen den von mir zuletzt zitierten Aussagen eine elementare Thematik angesprochen und ich könnte nicht viel weiter weg von der Meinung der Society sein:

    Zitat

    Das Argument, dass die Stimmung schlecht ist, weil die Mannschaft schlecht spielt, ist in unseren Augen nicht gültig. Gestern war bereits zu Spielbeginn zu merken, dass die Bereitschaft zu supporten, äußerst gering ist. Sicher haben die Jungs kein allzu gutes Spiel gemacht. Das wissen sie selbst aber am Besten. Nichtsdestotrotz stehen wir nach 27 Spielen mit 50 Punkten auf Platz 3. Sportlich unserer Meinung nach absolut zufriedenstellend. Hinzu kommt, dass alle fünf gespielten Derbys gewonnen wurden. Das sollte umso mehr zählen, wenn man bedenkt, dass wir in einer Liga spielen, in der es um nichts weiter geht als die goldene Ananas. Für uns ist es deswegen nur bedauerlich zu beobachten, dass bei einem 1:3-Rückstand gegen Bietigheim nach der Hälfte der Spielzeit (ein Ergebnis, das in einem Eishockeyspiel noch gar nichts bedeutet), quasi niemand mehr gewillt ist, in unsere Versuche, Stimmung zu machen, einzusteigen. Gerade bei einem solchen Ergebnis benötigt die Mannschaft Unterstützung.


    Natürlich benötigt die Mannschaft bei Rückständen Unterstützung. Jedoch, und da ist jetzt viel persönliche Meinung enthalten, muss die Mannschaft für meine Unterstützung auch etwas tun. Wenn ich sehe, dass das Team trotz Rückstand die richtige Einstellung auf dem Eis zeigt, dass sie kämpft, das Spiel drehen möchte, wenn der Coach an der Bande den nötigen Einsatz zeigt und die richtigen (taktischen) Entscheidungen trifft, um dem Team die nötige Grundlage für ein solches Comeback zu liefern, dann habe ich und ich glaube auch viele andere kein Problem damit, der Mannschaft den Rücken zu stärken, sie bei dieser Mission anzufeuern und als "siebter Mann" dafür zu sorgen, dass diese Mission gelingt.
    Besonders im ersten Saisonviertel haben wir das ja auch durchaus immer wieder beobachten können. Die Mannschaft hat gekämpft, hat Einsatz gezeigt, auch bei Rückständen nicht aufgesteckt und in den meisten Fällen war der Support immer irgendwie da. Sicher, er war nicht immer optimal, aber die Grundstimmung in der Halle unter den Fans und auch optisch auf dem Eis war positiv.
    Doch dann mit dem zweiten Viertel der Saison sah man schlagartig eine andere Mannschaft auf dem Eis. Der Kampfgeist war nicht mehr so zu sehen wie zuvor, das "Feuer" war nicht mehr so vorhanden. Das Feuer, das letztendlich die Funken erzeugt, die auf die Ränge überspringen. Warum dies so ist, darüber können wir als Fans nur spekulieren. Es geistern da ja die wildesten Theorien durch die Netzwerke, Schuldige waren von vielen Seiten schnell ausgemacht...mal waren es die ALs, mal der Coach, mal die Abwehr, mal der Sturm. Auch ich suche natürlich "Schuldige", sehe da durchaus Rico maßgeblich, jedoch hier und da auch den einen oder anderen Spieler kritisch, wobei letzteres doch teils sehr schwankt, während der Coach, sein System und das Reihenlotto die Oberhand haben.


    Nochmal hervorgehoben die statistische Aussage dieser Passage:

    Zitat

    Nichtsdestotrotz stehen wir nach 27 Spielen mit 50 Punkten auf Platz 3. Sportlich unserer Meinung nach absolut zufriedenstellend. Hinzu kommt, dass alle fünf gespielten Derbys gewonnen wurden.


    Sicher, als Momentaufnahme ist es durchaus unverständlich, dass überhaupt Kritik geäußert wird, doch der Blick ins Detail fördert hier interessante Fakten zu Tage:
    32 Punkte in den ersten 14 Spielen, 18 in den folgenden 13 Spielen bis zu diesem Beitrag der Society nach dem Spiel gegen Bietigheim. Wir haben im zweiten Saisonviertel einen komfortablen Vorsprung auf die Plätze 5-7 verspielt und mittlerweile sind es nur noch 3,4 bzw. 6 Zähler auf die Plätze 5,6 und 7...der 7. Platz, der hieße, keinen direkten Playoff-Platz zu bekommen.
    Sicher, wir werden nicht um einen sportlichen Abstieg bangen müssen, jedoch sind Anspruch (offen ausgesprochene Ziele wie "direkte Playoffteilnahme", "Heimrecht" oder gar "Platz 1") und Wirklichkeit (derzeit gerade noch so Heimrecht in der ersten Runde, nur 6 Zähler Vorsprung bis zum Pre-Playoff-Platz aber 10 Punkte Rückstand auf Platz 1) derzeit nicht wirklich miteinander kompatibel und der Trend zeigt eher nach unten als nach oben.


    Zitat

    Offensichtlich ist das jetzige Niveau der Spiele das, was die DEL 2 dieses Jahr zu bieten hat. Wem das nicht gefällt und wer mit der Erwartung in die Halle kommt, das Tempo und die Aggressivität eines NHL-Spiels zu sehen, der ist hier falsch. Wir spielen in der zweiten deutschen Liga, die im internationalen Vergleich nicht mal zweit-, sondern eher dritt- bis viertklassig ist. Die technischen Fähigkeiten eines Sidney Crosby, Connor McDavid oder Vladimir Tarasenko müsst ihr euch im Fernsehen anschauen. Entweder man akzeptiert das oder man bleibt zu Hause.


    Und wieder einmal eine vor Arroganz triefende Aussage, jedoch nur eine kleine Einleitung des Abschnitts, der mir persönlich beim Lesen die Zornesröte ins Gesicht getrieben hat:


    Zitat

    Dabei darf man nie vergessen: Wir treiben den Support nicht für uns alleine als Gruppe an, sondern für uns alle gemeinsam – und zwar mit dem Ziel, die Mannschaft zu unterstützen. Dementsprechend sehen wir uns nicht als diejenigen an, die alleine für die Art der Stimmung verantwortlich sind. Das sind wir alle zusammen. Anders würde das nicht funktionieren. Wir freuen uns über jede Unterstützung und Entlastung. Sicher stellen wir in der Mitte des Heubodens das Zentrum dar und dessen sind wir uns auch bewusst, aber wenn um uns herum niemand mitzieht, wird es sehr schwierig, die Halle zum Beben zu bringen. Der Heuboden war einmal bekannt dafür, der Stimmungsblock schlechthin zu sein. Deswegen ist es unserer Meinung moralisch verpflichtend, sich angemessen am Support zu beteiligen, wenn man sich dafür entscheidet, dort zu stehen. Wir akzeptieren jeden und jede, die sich nur das Spiel anschauen wollen und keine Lust haben, zu klatschen oder zu singen. Gleichzeitig appellieren wir jedoch an diese Personen, einen anderen Platz zu wählen oder andere Angebote wie SpradeTV wahrzunehmen.


    So, meine Liebe Society,
    hier sind wir an dem Punkt angelangt, wo ihr (bzw. der Autor, der im Namen und anscheinend Auftrag der Society diesen Text verfasst hat) gewaltig übers Ziel hinausgeschossen seid.


    Wenn ihr der Meinung seid, ihr seid in der Position, an Leute zu "appellieren", wo sie sich hinstellen sollten, dann haben wir zusammen ein Problem, denn es liegt ganz sicher nicht an euch, dies zu entscheiden und es ist mehr als anmaßend, sich diese Entscheidung überhaupt auf die Fahne zu schreiben. In der Eissporthalle auf den Stehplätzen herrscht "freie Platzwahl". An diese "freie Platzwahl" ist nicht daran gebunden, wie sehr ich bereit bin zu supporten. Ich stehe nunmehr seit über 10 Jahren auf dem Heuboden und in all den Jahren habe ich für mich selbst entschieden, wann und wie viel Support ich gebe und bislang hat niemand einen Anspruch erhoben, mich darüber zu "bewerten" oder mir gar nahezulegen mir einen "anderen Platz" zu suchen, weil ich weniger supportet habe als es andere tun und jetzt kommt ihr um die Ecke und maßt euch an, Leuten, die (aus welchem Grund auch immer) das Team weniger supporten als ihr es euch vorstellt, zu "appellieren", sich einen anderen Platz zu suchen oder gar zu Hause zu bleiben? Ihr habt doch den Schuss nicht mehr gehört!!!


    Mal davon ab: Wen wollt ihr bei der derzeitigen Stimmungslage denn überhaupt auf dem Heuboden haben? Wenn man sich den Beitrag durchlest, seid es doch nur noch "ihr" und ein paar wenige andere und die große Masse der "anderen" ist still. Nach eurem Rumjammern vorher im Artikel wärem doch der Heuboden sowie die gesamte Halle wie leergefegt, wenn die, die derzeit die Flossen still und den Mund geschlossen halten, sich vor den Sprade-Bildschirm setzen würden.


    Ich dachte eigentlich, mit einigen Tagen Abstand gehe ich weniger emotional an diesen Beitrag heran und bis zu diesem Punkt hat das auch ganz gut funktioniert, aber ich bin fassungslos, wenn ich diese Zeilen wieder lese. Ihr wollt also den "besten Support" und legt im nächsten Atemzug nahe, dass Leute, die weniger oder derzeit auch gar nicht supporten sich einen anderen Platz suchen oder ganz zu Hause bleiben? VERGESST ES! Und ich werde den Teufel tun und mir einen anderen Platz suchen als den, den ich seit Jahren inne habe und daran werdet ihr als selbsternannte Stimmungsrichter noch jemand anderes daran ändern können. Genauer gesagt wären die einzigen, die etwas daran ändern könnten Joe bzw. Simon bzw. die Ordnerschaft, indem sie mir ein Hallenverbot aussprächen, doch das wird wohl nicht aufgrund mangelnden Supports geschehen und auch sonst weiß ich mich derart zu benehmen, dass das aus rationalen Gründen nicht geschehen wird.


    Zitat

    Wir sind nicht alleine für die Stimmung verantwortlich und wollen das auch nicht sein.


    Ironischerweise gehört ihr aber auch seltener zu denen, die einen Gesang mitsingen, die aus anderen Ecken der Halle gestartet werden, die von Volker mal ausgenommen. Und das ist keine Beobachtung alleine vom letzten Spiel, wo ihr "boykottiert" habt! Oft genug gibt es Ansätze aus J1, dem E-Block oder anderswo, doch ebenso oft ist dann auch auf der Mitte des Heubodens Schluss oder es wird etwas anderes gestartet. Mag sein, dass es das eine oder andere Mal daran liegt, dass man es einfach nicht wahrgenommen hat, aber die Häufigkeit spricht dann doch dagegen.


    Bezüglich der Kommunikation bin ich vollkommen bei euch und auch wenn ich oben einmal emotional geworden bin, habe ich etwas gegen Beleidigungen, Pauschalisierungen und Vorurteile. Ich sehe auch schon förmlich eine längere Diskussion mit mindestens einem von euch (der Society) auf mich zukommen in den kommenden Tagen (nicht wahr Sven?!? ;) 8) ) und ich freue mich schon darauf, denn nur im ausführlichen und persönlichen Gespräch kann man sich ausreichend mit Themen befassen und Argumentationen direkt und ohne Verzögerung austauschen.


    Ich habe nichts gegen euch, die Society, schon gar nicht auf persönlicher Ebene, dafür kenne ich auch zu wenige von euch persönlich. Ich finde eure Choreos großartig diese haben allen Respekt und Anerkennung verdient. Ich denke aber, mit diesem Beitrag habt ihr euch keinen Gefallen getan, denn auch wenn die Zustimmung auf facebook durchaus groß war (Unlogik, denn wenn so viele eurer Meinung sind, wieso ist die Stimmung dann so, wie sie ist?), ist die Quintessenz aus eurem Beitrag "macht Stimmung oder verlasst den Heuboden bzw. die Halle" etwas, das so nicht geht.


    to be continued


    BiBi hat sich am Freitag mit kurzer Bank (15 Feldspieler) zu einem n.P.-Sieg gegen Ravensburg gekämpft.


    Die Bank war heute noch ein wenig kürzer...5 Verteidiger, 9 Stürmer = 14 Feldspieler

    Zitat

    Wenn wir unser Chaos-Spiel halbwegs in den Griff bekommen, geht da was...


    Haben wir nicht!

    Zitat

    und wenn nicht, geht auch was, aber in die Hose. ;D


    Aber sowas von in die Hose.


    Ich weiß nicht, ob ich mir wirklich das von der Seele schreiben soll oder nicht, denn ich fürchte, dass es nicht wirklich der gängigen Netiquette entsprechen würde.


    Das war ein Offenbarungseid!
    - Wenn ich es nicht schaffe, eine kurze Bank wie die der Steelers mit 18 zu 14 Feldspielern konditionell an die Wand zu spielen,
    - wenn ich es nicht schaffe, über 60 Minuten Chancen zu erspielen sondern lieber in Schönheit oder an der Bande zu sterben,
    - wenn ein Pimmer allein gelassen wird und keine Abspielstationen vorhanden sind oder geschaffen werden,
    - wenn einem ein Patrick Klein im Tor nur noch leid tun kann, weil er die Suppe auslöffeln kann, wenn der X-te Konter auf ihn zukommt, wenn zum X-ten Mal in Unterzahl 2 Spieler mit freier Sicht aufs Tor zum Schuss kommen, wenn Bietigheims Passspiel unsere Abwehr schwindelig gespielt hat...
    (noch mehr "wenns" wären möglich)
    ...dann bin ich persönlich an einem Punkt angekommen, ähnlich wie letzte Saison zu einem ähnlichen Zeitpunkt, an dem ich ganz klar den Trainer in Frage stellen muss.


    Klar, es könnte auch diese Saison wieder so laufen, dass die Jungs in der Crunchtime ihre Leistung abrufen und uns mit ihrem Spiel faszinieren und fesseln...aber dafür gibt es Null Garantie.


    Mir tun derzeit Spieler wie Klein, Hungerecker, Wycisk, Ritter, Pimmer oder auch Hanusch leid, die sich den Arsch aufreißen, aber dann doch wieder am gespielten System scheitern.


    Und das frustrierendste für mich: Man hat diese Saison schon mehrfach bewiesen bekommen, dass es auch anders geht. Da fühlt man sich als Fan irgendwann verarscht. Und das bringt mich dann auch direkt zum nächsten Punkt: Die Stimmung.
    Auf facebook hat die Society ja vor dem letzten Drittel einen Beitrag veröffentlicht und die fehlende Stimmung kritisiert bzw. die Fans, die keine Stimmung machen.
    Stimmung steht und fällt mit dem Geschehen auf dem Eis, mit der gezeigten Einstellung der eigenen Mannschaft. Natürlich wäre es löblich und schön, wenn alle immer 100% Vollgas auf den Rängen geben würden, aber leider bewirkt dieses von mir genannte Wechselspiel, dass bei "Versagen" auf dem Eis auch nach und nach die Stimmung auf den Rängen versiegt. Man merkt ja auch, dass die Stimmung auch bei Rückständen gut ist, wenn die Mannschaft den nötigen Kampfgeist zeigt, die Motivation zeigt, etwas an dem Ergebnis zu ändern. Wenn aber wie heute auf dem Eis ein derart deutliches Zeichen gegeben wird, dass ab dem zweiten Drittel dem Gegner das Eis überlassen wird, dann überlasse auch ich als Fan dem Gegner das Feld und lasse ihn feiern.


    Zitat von Rico Rossi

    „Was mir sehr gut gefallen hat, auch beim Stand von 0:2, ist die Gelassenheit und die Art und Weise, wie die Mannschaft auf der Bank, in der Kabine und auf dem Eis reagiert hat. Es dauert, bis eine Mannschaft darauf vertraut, was sie im Lauf einer Trainingswoche sieht und macht. Dieses Spiel könnte ein riesiger Schritt vorwärts sein im Prozess, den dieses junge Team durchläuft.“


    Und was war das heute? Drei riesige Schritte rückwärts?

    BiBi hat sich am Freitag mit kurzer Bank (15 Feldspieler) zu einem n.P.-Sieg gegen Ravensburg gekämpft. Unter anderem hat "Freund" Weller nicht gespielt. Mal schauen, mit wievielen Spielern die heute bei uns aufschlagen. Wenn wir unser Chaos-Spiel halbwegs in den Griff bekommen, geht da was... und wenn nicht, geht auch was, aber in die Hose. ;D

    Ist es in der Forensoftware möglich, dass man nach Veröffentlichung eines Themas oder einer Antwort in einem Beitrag per default zum Thema zurückkehrt und die Antwort sieht anstatt zur Themenübersicht geschickt zu werden? Habe in meinen Profileinstellungen nichts gefunden, nur beim Antwort erstellen unter "Anhänge und andere Optionen, aber dort muss man den Haken bei jeder Antwort neu setzen.

    Ich denke schon, dass der Pass so beabsichtigt war. Er hatte Ritter schon im Blick, bevor er ins Drittel reinfährt und schaut vor dem Pass nochmal, wo er ist.


    Das 2:2 von Wycisk war für mich übrigens deutlich eher ein Schlittschuhtor als das 3:2, denn Wycisk macht eine deutliche Kick-Bewegung in Richtung Tor während Mapes zwar auch eine Kickbewegung macht, Proske aber den Puck erst ins Tor lenkt.


    Alles in Allem mehr Glück als Verstand für uns und man hat deutlich gesehen, dass die negative Derbyserie bei den Löwen schon im Kopf steckt...uns soll es nicht stören. :D