Beiträge von Grimmae

    Den mitgereisten Fans gilt mein ................ Tja, was sollte man da schreiben?


    Habt Ihr, die ihr dort in der Halle wart, nach dem Spiel der Mannschaft zugejubelt oder doch nur die daheim gebliebenen freundlich gegrüßt?? 8) 8)


    Das war "nur gemeinsam sind wir stark". War als Statement gedacht, dass man zwar nicht zufrieden ist, die Mannschaft aber nicht hängen gelassen wird. Ich persönlich hab nach dem ersten Drittel resigniert und mir das ganze nur noch still angesehen. Wäre ich gehässig würde ich sagen: also wie die Mannschaft. Zumindest kam es mir so vor, dass sie völlig den Glauben verloren hatten. Zwar weiter gekämpft, aber es wirkte fast schon wie ein Alibi. - wenn wir schon nichts hinbekommen, dann bekommen wir zumindest so oft wie möglich nichts mehr auf die Reihe. Das passt auch zur Körpersprache nach dem Spiel. Statt nochmal kurz in Richtung Kurve zu fahren ging bei vielen nur der Blick zum Eis und der Körper fuhr in die Kabine. Waren wirklich wenige, die noch ein paar Schritte mehr getan und sich kurz bedankt haben... Eigentlich traurig, sagt aber so ziemlich alles über die Stimmung und das Selbstvertrauen aus - ich denke man steht sich mittlerweile schon sehr extrem selbst im Weg. Irgendwas muss demnächst dann mal passieren.

    Der Perfekte Zeitpunkt für den ersten Post... naja der Frust muss raus!


    Aber erstmal zum spielerischen:
    Die Einstellung der Jungs gefällt mir. Sie gehen zur Sache, erdrücken den Gegner bisweilen und zwingen ihm unser Spiel auf. Dabei erarbeiten Sie sich große Spielanteile und haben zumindest zu Beginn heute auch wieder ordentlich die Scheibe zum Tor gebracht (war zuletzt ja auch nicht immer so). Was sich jedoch wie ein roter Faden durch die letzten Monate zieht ist, dass sie daraus absolut null Kapital schlagen. Wenn du 44 Schüsse pro Tor brauchst wirst du vermutlich nur ganz, ganz wenige Spiele gewinnen. Dazu noch die offensichtlichen Schwächen in den Specialteams... Manchmal kann ich beim Blick auf die Tabelle meinen Augen nicht trauen. Das ganze wirkt so irrational: Dominanz ohne Torgefahr. Spielkontrolle mit der ständigen Gefahr eines Tempogegenstoßes. Widersprüche in sich und dennoch habe ich in fast jedem Spiel das Gefühl beides zu sehen. So auch heute - für mich die letzten zwei Monate in einem Spiel zusammengefasst. Dabei finde ich die gezeigte Leistung gar nicht zu schlecht, sondern war mit dem Gezeigten eigentlich sogar sehr zufrieden. Es wäre der Mannschaft zu wünschen, dass der Knoten platzt. Mal den Puck ins Tor statt an den Pfosten schießen, mal den entscheidenden Zentimeter mehr nachgehen und die Scheibe aus dem Verteidigungsdrittel bringen, mal nicht dem Gegner vors Schienbein schießen und damit einen Gegenstoß ermöglichen, mal selbst einen Alleingang verwandeln, sich einfach mal selbst für die Arbeit belohnen. Die Grundvoraussetzungen sind da - es fehlt sowohl offensiv, als auch defensiv "nur" das letzte Quäntchen. Dennoch war das heute aller Ehren wert. Auch WW hat gezeigt warum sie oben mitspielen. Sehr eklig in den Zweikämpfen, geben keine Scheibe verloren und sind gnadenlos effizient (das ist das Wort nach dem die Hna in ihrem Artikel vergeblich gesucht hat) in den Gegenstößen und im Powerplay. Dazu solides Goaltending- so gewinnt man Auswärtsspiele.


    Jetzt zum Frustrierenden:
    Leider kann man das Spiel heute unmöglich losgelöst von der Schiedsrichterleistung beurteilen. Wir hätten zweistellig verlieren können und der schlechteste Mann auf dem Eis wäre trotzdem das Zebra gewesen... Keine erkennbare Linie, Strafen wo keiner was gesehen hat, keine Strafen wo es deutlichste Fouls gab.... Selbst wenn die 2min korrekt waren kommen Begründungen, die nichts, aber auch gar nichts mit dem Foul zu tun hatten (da stelle ich mir dann immer die Frage: hat er nur auf Verdacht gepfiffen oder das Vergehen bis zur Verkündung schon wieder vergessen?). Von mangelndem Fingerspitzengefühl in der einen Situation bis zu mangelnder Konsequenz in der nächsten - ich unterstelle hier, dass quasie jedes Handgemenge auf Fehlleistungen des Schiedsrichters zurückzuführen war, die es unmittelbar vor diesen Szenen gab. Ebenso, dass das Spiel immer nickliger geworden ist und sich die Teams gegenseitig aufgestachelt haben - das ist ihm heute schön entglitten (falls er es jemals im Griff hatte - hat ja keine Minute gedauert, bis zu den ersten strittigen Szenen). Dass die Verteilung der Strafen zumeist sehr einseitig war setzt dem ganzen aus Kasseler Sicht natürlich noch die Krone auf. Auch hier sehe ich einen Grund für die Fouls zum Ende des Spiel: da war mächtig Frust im Spiel.


    Am Ende bleibt nur wieder mal den Mund abputzen und 2017 ein paar Tore mehr schießen- damit darf man gerne auch dieses Jahr noch anfangen.